Autor Thema: Gesundheit beginnt im Darm  (Gelesen 1823 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Peco

  • Administrator
  • Sr. Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 305
Gesundheit beginnt im Darm
« am: 31. Juli 2014, 10:25:14 »
Milchkefir selber herstellen:

Was ist Kefir?
Der Milchkefir wird durch einen Hefepilz gebildet. Optisch kann man ihn mit einem Blumenkohlröschen vergleichen. Durch diesen Pilz, den sogenannten Kefirpilz, wird die Milch einem Gärungsprozess unterzogen. Dabei wird der Milchzucker in Milchsäure umgewandelt. Dadurch kann er auch unbedenklich von Personen mit Laktoseunverträglichkeit getrunken werden! Es entsteht somit ein cremiges, säuerliches Getränk. Der Kefirpilz wächst im Laufe der Zeit. Dabei teilt er sich meist von selbst, so daß immer mehr kleine, maximal nussgroße Pilze entstehen.

Kefir selbst herstellen
Man nimmt 1 TL von den Pilzkörnern auf 1/2 l Milch. Die Milch soll zimmerwarm sein. Verwenden sie kein Metall! Das schädigt den Pilz. Besorgen sie sich ein Glas für den Ansatz und einen Löffel sowie ein grobes Sieb aus Plastik. Der Ansatz soll dann bei Zimmertemperatur ca. 24 Stunden reifen. Benutzen sie abgekochte Frischmilch oder H-Milch mit einem Fettgehalt von 3,5 %. Steht der Kefir zu kurz, dann wird er nicht cremig genug und steht er zu lang, dann wird er klumpig und zersetzt sich zu Molke und Quarkbatzen.  Ist der Kefir dann abgegossen, spült man den Pilz mit lauwarmem Wasser oder mit etwas Milch aus, reinigt das Glas und setzt gleich wieder neu an. So hat man jeden Tag zur gleiche Zeit leckeren frischen Kefir.

Kefir lagern
Will man den Kefir für einige Tage oder auch Wochen ruhig stellen, bedeckt man ihn mit wenig Milch und stellt ihn in den Kühlschrank. Anschließend dauert es ein paar Tage, bis der Kefir wieder richtig in die Gänge kommt.
Im Laufe der Zeit bekommt man ja immer mehr Kefirknollen. Am besten verschenken sie den Rest. Ich hab allerdings auch schon gelesen, dass man die Knollen einfrieren kann.





Gesundheit beginnt im Darm; die Darmflora und ihre Aufgaben

Im Darm leben mehr als 400 verschiedene Bakterienstämme. Man schätzt, dass die Gesamtzahl der Darmbakterien, die unsere Darmflora ausmachen, zehnmal so hoch ist wie die Zahl unserer Körperzellen. Diese Milliarden unterschiedlicher Mikroorganismen leben in enger Symbiose mit uns und leisten wertvolle Dienste für unsere Gesundheit:
Sie wehren die Ansiedlung mancher krankheitserregender Keime (pathogene Bakterien, Viren, Parasiten und Pilze) ab. Nützliche Darmbakterien halten sich an der Darmschleimhaut fest und verhindern, dass schädliche Keime, deren giftige Abbauprodukte, unverdaute Partikel, aber auch körpereigene im Darm lokalisierte Immunzellen durch die Darmwand in den Organismus gelangen und dort Schäden (Infektionen, Allergien, etc.) verursachen können.
- sie produzieren Verdauungsenzyme und sind folglich an der optimalen Verwertung der Nahrung beteiligt.
- sie bilden manche Vitamine und essentiellen Fettsäuren.
- sie fördern die Aufnahme von Enzymen aus der Nahrung.
- sie zeigen eine Wirksamkeit gegen Durchfall, besonders wenn dieser von Viren verursacht wurde.
- sie tragen zu einem niedrigen Cholesterinspiegel bei.
- außerdem zeigt die tägliche Praxis, dass eine gesunde Darmflora bzw. deren Aufbau mit hochwertigen Probiotika Allergien und Infektionen bei Frühgeborenen vorbeugen kann, Neurodermitis vorbeugen kann,
- zu einem verminderten Auftreten von Harnwegsinfekten führen kann,
- zu einem positiveren Verlauf von Infektionen der Ohren, der Nase und des Halses beitragen kann und
sich bei Verdauungsproblemen als hilfreich erwiesen haben.
Unsere körpereigene Abwehr ist auf eine tadellos funktionierende Darmflora angewiesen, da das im Darmbereich angesiedelte Immunsystem in unmittelbarer Verbindung zum gesamten Abwehrsystem steht. Im Darm findet sozusagen ein ständiges Training des Immunsystems statt.
Medikamente belasten den Darm

Die Behandlung mit Antibiotika, Cortison oder anderen Medikamenten kann unerwünschte Nebenwirkungen zeigen, die zu schweren Beeinträchtigungen des gesamten Darms führen können.
Als bewiesen gilt die Tatsache, dass nach einer Antibiotika-Therapie die Darmflora teilweise zerstört wird und sich ihr natürliches Gleichgewicht nur schwer wieder regenerieren kann. Wird die Darmflora aber geschädigt, ist automatisch die körpereigene Abwehr geschwächt. Im Körper herrscht sozusagen "Tag der offenen Tür" für schädliche Bakterien, Pilze, Parasiten und Viren.
Ein solcher Zustand kann natürlich zu den unterschiedlichsten Gesundheitsbeschwerden führen. Der Körper ist insgesamt geschwächt, Heilprozesse verlaufen nur noch zögerlich und alltägliche Funktionen werden immer anfälliger für Störungen.

Stärkung durch probiotische Getränke:
Probiotisch = Übersetzt bedeutet der Begriff "für das Leben".